Bucketlist: 10 Dinge, die ihr in Marseille machen solltet

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Bucketlist: 10 Dinge, die ihr in Marseille machen solltet

 

Im Herbst habe ich eine Woche in Südfrankreich verbracht und hatte 2 Tage Zeit, um mir ein Bild von Marseille zu machen. Heute möchte ich euch meine Highlights aus der lebendigen Stadt am Mittelmeer vorstellen, die unter anderem für ihre 300 Sonnentage pro Jahr – aber auch eine ziemlich hohe Kriminalitätsrate bekannt ist. In diesem Beitrag findet ihr:

 

  • Meine Top 10 Ausflugsziele in Marseille
  • Hoteltipps bzw. Übernachtungstipps für Marseille
  • FAQ: Antworten auf Leserfragen inkl. Tipps zum Thema Sicherheit

 

Marseille Bucketlist

 

Meine Top 10 Marseille Tipps für Paare, Alleinreisende und Familien mit Kindern

 

  1. Durch den alten Hafen Vieux Port bummeln
  2. Die Calanques zwischen Marseille und Cassis vom Wasser aus entdecken
  3. Durch das Viertel Le Panier schlendern
  4. Eine echte Bouillabaise essen
  5. Seife stempeln im Seifenmuseum
  6. Von der Kathedrale Notre Dame de la Garde über die Stadt schauen
  7. Mit dem Zug entlang der Cote Bleue fahren
  8. Einen Monaco trinken
  9. Den Sonnenuntergang am Port d L`Orient erleben
  10. Über die Shoppingmeile Canebière bummeln

 

 1. Durch den alten Hafen Vieux Port bummeln

Der Vieux Port bietet als Ausgangspunkt für euren Tag in Marseille gleich mehrere Highlights: Hier könnt ihr bummeln, euch die bunten Boote anschauen, in einem der zahlreichen Restaurants essen…

 

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… am Eingang zur U-Bahn-Station „Vieux-Port“ die Spiegelungen und Reflexionen des L’Ombrière von Norman Foster bewundern – einer Überdachungs-Konstruktion, die sowohl als Sonnen-, als auch Regenschutz dient.

 

 

L'Ombrière von Norman Foster

 

Außerdem könnt ihr mit dieser kleinen Fähre für nur 50 Cent auf die gegenüberliegende Hafenseite fahren.

 

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2. Die Calanques zwischen Marseille und Cassis vom Wasser aus entdecken

 

Die Fahrt zu den wunderschönen steilwandiger, fjordartigen Buchten des Massif des Calanques zwischen Marseille und Cassis führt an der kleinen Felseninsel Île d’If mit dem Château d’If vorbei, das ihr vielleicht aus dem Roman Der Graf von Monte Christo von Alexandre Dumas kennt. Das Ticket für die 2,5 Std, Tour habe ich für 25 € direkt am Bootsableger am Quai du Port gekauft.

Einen Besuch der Calanques kann ich euch absolut empfehlen. Die Calanque de Sormieu  ist alternativ auch mit dem Auto zu erreichen

 

 

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3. Durch das Viertel Le Panier schlendern

Das älteste Viertel Marseilles, Le Panier, liegt nur wenige Gehminuten vom Vieux Port entfernt und ist für seine authentische Atmosphäre und seine Street Art bekannt. Ein Bummel  durch die steilen Gassen lohnt sich nicht nur für Hobby-Fotografen.

 

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4. Echte Bouillabaise essen!

Falls ihr schon immer davon geträumt habt, mal eine wirklich traditionelle Bouillabaisse zu essen, kann ich euch das Restaurant Chez Madie Les Galinettes  am Vieux Port empfehlen.   Der Preis von 47 € ist zwar kein Schnäppchen, dafür stimmt aber die Qualität.

 

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5. Seife stempeln im Seifenmuseum

Im kleinen Seifenmuseum Musée du Savon de Marseille aka The Marseille Soap Museum auf der 25 Quai de Rive Neuve am Vieux Port könnt ihr für 2 € mehr über die Geschichte und Herstellung von Seife erfahren. Anschließend könnt ihr euch dann im Shop nebenan ein Stück Seife aussuchen und dieses z.B. mit euren Kindern stempeln. Der Eintritt ist somit quasi kostenlos.

 

 

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6. Von der Kathedrale Notre Dame de la Garde über die Stadt schauen

 

Um zur Kathedrale, die im Volksmund „La Bonne Mère“ (= die gute Mutter) genannt wird,  zu gelangen, würde ich euch den  „Le Petit Train“ empfehlen. Das ist natürlich ein Highlight für Kinder, aber auch für Erwachsene eine gute Idee. Der kleine Zug bringt euch für 8 € pro Person (Kinder: 4 €) ganz entspannt vom Vieux Port (Seite: Le Panier) zur Kathedrale und fährt auf dem Hinweg u.a. am Stadtstrand Plage des Catalans vorbei, sodass ihr eine kleine Sightseeing Runde inklusive einiger interessanter Informationen genießt.

Alternativ fährt der Bus Nr. 60 z.B. ab Capitainerie in 19 Minuten für 1,70 € zur Notre-Dame-de-la-Garde. Google Maps hilft euch dabei, die Bushaltestelle zu finden. Den (recht steilen) Rückweg könnt ihr dann zu Fuß in ca. 20 Min. zurücklegen.

Tipp: Notre-Dame-de-la-Garde wird pro Jahr von ca. 2 Mio. Menschen besucht. Es kann also sehr voll werden und in der Hauptsaison durch aus sinnvoll sein, früh aufzustehen und früh morgens (zwischen 7 und 8 Uhr) vor Ort zu sein.

 

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7. Mit dem Zug entlang der Cote Bleue fahren

 

Die Cote Bleue liegt westlich von Marseille und reicht bis zur Mündung des Étang de Berre. Steigt einfach am Bahnhof Marseille-Saint-Charles in den TER Marseille – Miramas und lasst euch von der Schönheit dieses Küstenabschnitts verzaubern.

Steigt z.B. in Niolon (ca. 25 Min. Fahrtzeit) aus, wo ihr in einer kleinen Bucht unter diesem Viadukt schwimmen, wandern oder in dem kleinen Restaurant im winzigen Örtchen einen fantastischen Salat mit Mozzarella und den typischen Panisses essen könnt.

 

 

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Legt einen Stopp in Carry-le-Rouet  (34 Min. Fahrtzeit) ein und bucht eine Schifffahrt zu den Felsbuchten. Oder fahrt bis nach Sausset-les-Pins (38 Min Fahrtzeit) und flaniert entlang der Hafenpromenade. Die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt. Ich war wirklich begeistert von diesem Insider-Tipp, den mir Madeleine von France4Fans empfohlen hat.

Wichtig: Besonders empfehlenswert ist dieser Ausflug unter der Woche in der Nebensaison. Ansonsten kann es sehr voll werden. Ach so: Und packt euch am besten einen Rucksack mit ausreichend Wasser und einem Picknick ein. Shops und Restaurants sind nicht in jedem der kleinen Orte vorhanden bzw. durchgehend geöffnet.

Tipp:  Vom 20.05.-31.08.21  fahrt ihr mit dem Cote Bleue Pass für 6 € pro Person so oft ihr möchtet zwischen den einzelnen Station hin- und her.  Ansonsten kostet der Ausflug 8,20 € pro Person.

 

 

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8. Einen Monaco trinken

 

Mir hat die Mischung aus Bier, Limo und Grenadine-Sirup auf der Terrasse des Le Petit Pavillon, 54 Cor President J.F. Kennedy mit Blick aufs Meer besonders gut geschmeckt.

 

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9. Den Sonnenuntergang am Portes de l´orient erleben

 

Der Moment, an dem die Sonne am Portes de L`orient im Mittelmeer verschwindet ist ein Erlebnis. Ihr erreicht das Monument aux Armées d’Afrique z.B.ab dem Vieux Port , indem ihr  mit dem Bus Nr. 83 bis zur Haltestelle: Vallon des Auffes fahrt (siehe: Google Maps).

 

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10. Mit einem E-Scooter über die Shoppingmeile Canebière bummeln

 

Die Shoppingmeile Canebière könnt ihr z.B. mit einem der zahlreichen E-Scooter erkunden, die ihr an jeder Ecke seht. Ladet euch zum Entsperren die passende App auf euer Smartphone – und schon kann es losgehen.

 

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Shoppingmeile Canebière

 

 

Hoteltipps bzw. Übernachtungstipps für Marseille

 

Nun möchte ich euch noch einige Hotels vorstellen, die ich bei meinem nächsten Marseille-Besuch buchen würde:

 

5 Sterne Hotel in zentraler Lage: Das Intercontinental Marseille  Booking Affiliate Link liegt nur wenige Gehminuten vom alten Hafen sowie vom beliebten Viertel Le Panier entfernt in einer für Marseille sehr sicheren Lage. Ab 250 € für 2 Personen im Doppelzimmer.


 

Sehr gutes 5 * Hotel mit Blick über den Hafen: Das Hotel Sofitel Marseille Vieux Port Booking Affiliate Link bietet einen Blick über den Hafen, einen Wellnessbereich +  Sauna und Hamam und liegt nur 500 m vom kleinen Strand Preis: Ab 240 € für 2 Personen im Doppelzimmer.


 

Günstiges Familienzimmer: Besonders praktisch, wenn ihr mit dem Zug anreist bzw. nur einen kurzen Zwischenstopp in Marseille einlegt: Holiday Inn Express Marseille Saint Charles Booking Affiliate Link 2 Erwachsen, 2 Kinder für 119 €, 10 Minuten Fußweg zum alten Hafen 


 

Individuelle Unterkunft im Viertel Panier: Wer nicht gerne in Hotels übernachtet, sondern eine authentische, herzliche Atmosphäre bevorzugt, sollte sich mal die Unterkunft Jardin Vieux Port Panier Booking Affiliate Link anschauen. Das ehemalige Kloster liegt im Hinterhof einer kleinen Gasse im Viertel Panier.

 

 

Falls ihr euch als Familie länger in Marseille aufhalten möchtet, würde ich euch die Buchung einer AirBNB Unterkunft empfehlen. Diese bieten nicht nur ein sehr gutes Preis-/ Leistungsverhältnis, sondern auch die Möglichkeit der Selbstverpflegung.

 

FAQ: Antworten auf Leserfragen zu meinem Marseille Kurztrip

 

Wie hat es mit der Verständigung in Marseille geklappt? 

Ziemlich gut. Beim TIcketkauf, auf Ausflügen konnte ich mich gut auf Englisch verständigen. In Restaurants habe ich die Google Übersetzungsfunktion genutzt, die ich in meinem Beitrag 5 Dinge, die ihr vor eurem ersten Frankreich unbedingt wissen solltet erklärt habe.

 

Wie lange dauert die Anreise mit dem  Zug – und was kostet die Fahrt?

Es gibt eine TGV-Direktverbindung ab Frankfurt. Das heißt: Ihr könnt mit etwas Glück für nur 39 € pro Fahrt in ca. 7,5 Std. bis nach Aix-en-Provence bzw Marseille durchfahren. Das empfand ich als deutlich entspannter als eine Fahrt mit dem Auto.

 

Welche Ausflugsziele gibt es sonst noch in der Region rund um Marseille?

Meine Top 10 Ausflugsziele für die Provinz Provence – Alpes – Côte d’Azur habe ich hier auf dem Blog zusammengefasst. Von Schluchten, die an den Westen der USA erinnern, wilden Flamingos in der Camargue und malerischen Dörfern.

 

 

 

 

 

Wie gefährlich ist es in Marseille?

Marseille hat seit Langem ein Kriminalitäts- und Drogenproblem und taucht diesbezüglich häufig  in den französischen Nachrichten auf. Ich würde daher folgende Punkte bei einem Marseille Aufenthalt beachten:

 

  • Keinen teuren Schmuck bzw. teure Uhren / Designerhandtaschen etc. tragen
  • Euer Smartphone mit einem zusätzlichen Kabel Booking Affiliate Link sichern
  • Ein „Fake Portemonaie“ mit alten Karten und etwas Bargeld dabei haben, das ihr notfalls aushändigen könnt
  • Ein Hotel in der Nähe des Vieux Port wählen und vor allem am Abend nicht abseits der Touristengebiete unterwegs sein.
  • Gefährliche Stadtteile sowie die Gegend um den Bahnhof unbedingt meiden (!)

 

 

Welche Stadtteile sollte man meiden?

Die Siedlung Les Marronniers im Norden der Stadt wird gerne mit „Gotham City“ verglichen und ist ein absoluter NO GO Area.

 

 

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Mein Fazit:

 

Liebe auf den ersten Blick war es nicht. Mein Fußmarsch durch die Stadt vom Bahnhof zu meinem Zimmer im Viertel Le Panier am späten Nachmittag war fast ein wenig unheimlich. Das kann am Stadtbild gelegen haben – oder daran, dass ich alleine unterwegs war, kein französisch spreche  und mir erstmal einen Überblick verschaffen musste.

Rückblickend muss ich jedenfalls sagen, dass es mir geholfen hat, den Fokus zu verändern.
Wenn ich heute an Marseille zurück denke, dann denke ich an die Abendstimmung am Hafen, an die faszinierenden Blautöne des Wassers in den Calanques, an die Bilderbuchkulisse der Buchten entlang der Cote Bleue – und den Wind auf dem Hügel La Garde beim Blick über die Stadt und das Meer. Ich würde jedenfalls jederzeit wieder kommen. Nicht für einen 1-wöchigen Städtetrip –  aber für ein Wochenende in Marseille – oder  mindestens eine Woche in der Umgebung! Und natürlich am liebsten mit der ganzen Familie.

So, nun hoffe ich, dass euch dieser Beitrag gefallen hat und freue mich wie immer sehr über euer Feedback.

Liebe Grüße,

Hier gibt es den passenden Pin für eure Pinterest Pinnwand:

 

 

 

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